Otto Bartning - Architekt aus Karlsruhe

Otto Bartning (* 12. April 1883 in Karlsruhe; † 20. Februar 1959 in Darmstadt), machte am Bismar­ck-Gymnasium Karlsruhe Abitur und war ein Architekt, der für seine besonderen Kir­chen und Sozialbauten berühmt wurde. Später wurde Bartning Mitstreiter der Bauhaus-Idee an der Seite von Walter Gropius in Weimar. Als Gropius mit dem Bauhaus nach Dessau umziehen muss­te, hat Bartning die Leitung der Nachfolgeorganisation, der Bauhochschule in Weimar übernommen, die bis 1930 bestand. Bartning gilt als wichtigster deutscher Kirchenbaumeister im protestantischen Bereich und Begründer des modernen evangelischen Kirchenbaus. Seine so genannten Notkirchen (eine von ihnen ist die Friedensk­irche in Weiherfeld) werden für die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes diskutiert.  Die meisten noch vorhandenen Gebäude nach Bartnings Plänen stehen inzwischen unter Denkmalschutz.

                    

Kirchen von Otto Bartning in Karlsruhe

  • Markuskirche (1933-1945; erhalten, Nutzung als Kirche)
  • Kirche in der Albsiedlung (Baubeginn 1939, kurz darauf kriegsbedingter Abbruch der Bauarbeiten; Weiterführung nach dem Krieg - nach völlig neuem Konzept - siehe Thomaskirche)
  • Friedenskirche (1948-1949, "Notkirche" Typ B; erhalten, Nutzung als Kirche)
  • Evangelische Stadtkirche (erhalten, Nutzung als Kirche; kleinere Beteiligung Bartnings: Jurymitgliedschaft)
  • Thomaskirche (nach 1945; erhalten, Nutzung als Kirche; letzte Bartningkirche (Einweihung posthum); baulich eine Schwesterkirche der Himmelfahrtkirche in Berlin, erinnert an die Binderkonstruktion der "Notkirchen". Ab 1958 unter Mitwirkung von Otto Dörzbach als Fortführung des Baus der Kirche in der Albsiedlung)